Radevormwald – ortsübliche Kurzform: Rade – gehört zu den ältesten Städten im Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen und ist ein Mittelzentrum im Oberbergischen Kreis. Seit dem 24. Juli 2012 trägt Radevormwald offiziell den Titel Stadt auf der Höhe.[2] Die Stadt Radevormwald ist durch ihre klein- und mittelständischen Unternehmen überwiegend vom Dienstleistungssektor und vom produzierenden Gewerbe geprägt. Im Hinblick auf die Rheinschiene mit den Städten Köln und Düsseldorf im Westen und der Verkehrsanbindung befindet sich die Stadt in einer Randlage; die Umgebung ist bis auf das benachbarte Remscheid ländlich geprägt. Viele religiöse Gemeinschaften haben hier ihre Heimat gefunden. Ihre Kirchen zeugen von der Vielfalt. Ältere historische Bauwerke sind, wie in vielen anderen Orten des Bergischen Landes, nicht erhalten. Eine Ausnahme bildet das 1772 erbaute historische Gartenhaus im Rokokostil, das den letzten Stadtbrand im Jahr 1802 überstanden hat. Heute befindet es sich im Stadtpark, der in Anlehnung an die Radevormwalder Partnerstadt Châteaubriant Parc de Châteaubriant genannt wurde. Radevormwald bedeutet „Rodung vor dem Walde“. Der ältere Name Rotha steht für „Rodung“. Die gerodete Lichtung auf dem 400 m hohen Höhenzug wurde angelegt, um im 6. und 7. Jahrhundert einen befestigten Ort gegen anstürmende Sachsen zu bauen. Radevormwald hat die zweitälteste Jugendherberge (Telegrafenstraße am Kollenberg) der Welt, deren altes Gebäude um einen modernen Anbau ergänzt wurde. Direkt nebenan befindet sich ein Bildungszentrum einer Bank sowie eine evangelische Tagungsstätte mit großer Freifläche und Mehrzweckhalle. In der Umgebung liegen verschiedene Talsperren und Stauseen, unter anderem die Wuppertalsperre, der Beyenburger Stausee (Drachenboote) und die Bevertalsperre sowie für die Trinkwassergewinnung die Neyetalsperre mit schönem Rundweg (Wipperfürth), die Ennepetalsperre (Breckerfeld), die Heilenbecker Talsperre und die Schevelinger Talsperre. Uelfebad, ehemalige Freibadanlage (im Winter bei entsprechender Witterung eine Natur-Eisbahn) mit Restaurant und Spielplatz. Hier treffen sich die Liebhaber von ferngesteuerten Modellschiffen und -booten, um diese im Uelfebad zu Wasser zu lassen. Freizeitanlage Kräwinkel (Spielplatz), guter Startpunkt für Wanderungen und Radtouren um die Wuppertalsperre Motocrossanlage (Motorrad) bei Hahnenberg Hallenbad (seit dem 4. Juli 2009 als Freizeitparadies unter dem Namen „lifeness“ nach mehrjähriger Umbauphase neu eröffnet) mehrere Sportanlagen (u. a. am Kollenberg) und Sportschule Der mindestens stündliche Busverkehr zu den Bahnhöfen in Remscheid-Lennep und Wuppertal-Oberbarmen macht Ausflüge zu den Attraktionen und Sehenswürdigkeiten von Remscheid, Solingen, Wuppertal und Düsseldorf möglich.

Landgasthof Honsberg
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Heilenbecke
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