David Garrett

David Garrett ( David Christian Bongartz ) aus Aachen ist ein deutscher Violinist. Leben Kindheit und Jugend, Erstkarriere in der Klassik Garrett wurde als mittleres der drei Kinder des deutschen Juristen und Geigenauktionators Georg Paul Bongartz und der US-amerikanischen Primaballerina Dove-Marie Garrett geboren. Im Alter von drei Jahren machte er seine ersten Versuche auf der Geige.[4] Ersten Geigenunterricht erteilte ihm sein Vater, der nebenberuflich als Geigenlehrer arbeitete. Im Alter von fünf Jahren gewann Garrett einen Preis im Wettbewerb Jugend musiziert. Als er acht Jahre alt war, entschieden die Eltern, den Jungen unter dem Namen der Mutter auftreten zu lassen, da Garrett geläufiger klang als Bongartz.[5] Mit zwölf erhielt er einen ersten Plattenvertrag und stand im Alter von 13 Jahren bereits exklusiv bei der Deutschen Grammophon unter Vertrag. Zusammen mit Claudio Abbado spielte er Mozart-Violinkonzerte ein. Als „größten Violinisten seiner Generation“ bezeichnete ihn Yehudi Menuhin. Garrett gibt an, jeden Tag acht Stunden Geige geübt zu haben.[6] Von 1990 bis 1991 wurde Garrett von Zakhar Bron unterrichtet. Ab 1992 war er Schüler von Ida Haendel. Nach dem Abitur am Aachener Einhard-Gymnasium schrieb sich Garrett seinen Eltern zuliebe am Royal College of Music im nahen London ein, obwohl er eigentlich nach New York wollte. Er musste aber bald die Schule verlassen, da er die Vorlesungen nie besuchte, und zog mit 19 Jahren zu seinem Bruder, der damals in New York lebte und dort studierte.[7][8] Garrett sagte in einem Interview: „Mir wurde immer alles aufoktroyiert: Was ich spielen sollte, wo ich auftreten sollte, was ich in Interviews sagen und nicht sagen sollte.“[9] Zweitkarriere, Crossover-Musik In den folgenden Jahren versuchte er sich trotz Widerständen als Musiker neu zu etablieren. Als sein nunmehr eigener Karrieremanager dachte er sich das Konzept für ein Crossover-Album aus, das er zusammen mit dem Londoner Plattenlabel Decca produzierte. Das Album aber wurde nie veröffentlicht, da die Plattenfirma nicht überzeugt war, dass das funktionieren würde. Den Durchbruch in Deutschland schaffte er 2006 mit dem Berliner Konzertveranstalter DEAG, der stark auf den Event-Charakter klassischer Konzerte setzt und Garretts Cross-Over-Projekt übernahm. Ein neues Image wurde für ihn geschneidert, das des Geigenrebellen.[10] 2014 wird sein Crossover-Projekt mit einer Tour quer durch Deutschland [11] fortgesetzt. 2009 entwarf er eine T-Shirt-Kollektion für das Modehaus s.Oliver und 2010 kam ein eigenes Parfum mit passendem Duschgel namens Rock Symphonies heraus.[12] Rezeption Kritik In der Presse wurde er als ein besonders schrilles Beispiel für einen genialischen Geiger, der trotzdem scheitert,[13] als Fernsehgeiger, Jörg Pilawa der klassischen Musik,[14] David „André Rieu 2.0“ Garrett[15] oder David Hasselhoff der Klassik[16] bezeichnet, seine Musik wird unter anderem auch als Softpornopopklassikjunkfood kritisiert,[17] Lametta-Rock die mit Kunst [...] nichts zu tun habe.[18] Garrett weist die Kritik regelmäßig als „Musik-Snobismus“ zurück und betont seinen Anspruch, mit seinem Mix aus U- und E-Musik Bevölkerungsschichten erreichen zu wollen, die der Klassik sonst fernblieben.[19] Erfolge Von Ende Mai 2008 bis April 2010 war er im Guinness-Buch der Rekorde als schnellster Geiger der Welt eingetragen. Bei einem Auftritt in der britischen Fernsehshow Blue Peter spielte Garrett den Hummelflug von Rimski-Korsakow fehlerfrei in nur 66,56 Sekunden, das sind 13 Noten pro Sekunde. Seinen eigenen Rekord unterbot er am 20. Dezember 2008 bei der Guinness-World-Records-Show um 1,3 Sekunden mit einer Zeit von 65,26 Sekunden. Am 7. April 2010 wurde er von Ben Lee geschlagen: Lee benötigte 64,21 Sekunden für dasselbe Stück.[20] Von 2008 bis 2009 war Garrett Botschafter der Unesco. Am 17. Oktober 2010 wurde Garrett in Essen der Echo Klassik, der renommierte Musikpreis der Deutschen Phono-Akademie, für seinen Spitzenplatz im Plattenverkauf als Bestseller des Jahres verliehen.[21] Nur wenige Monate später erhielt er bei der 20. Echo-Musikverleihung am 24. März 2011 zwei Echos, einen in der Kategorie Erfolgreichste Musik-DVD-Produktion (national) und den anderen in der Kategorie Künstler Rock/Pop (national). Instrumente Garrett spielt auf mehreren wertvollen Geigen, so ist eines seiner Instrumente eine Violine von Giovanni Battista Guadagnini aus dem Jahr 1772. Weiterhin besitzt er zwei Violinen von Antonio Stradivari: ein Instrument von 1718 und die so genannte Busch Stradivari von 1716, die früher im Besitz von Adolf Busch war.[22][23][24] Schauspielkarriere Im September 2012 spielte Garrett die Hauptrolle als Niccolò Paganini in Bernard Roses Literaturverfilmung Der Teufelsgeiger.

Alben

David Garrett und Band am 15. Januar 2010 in Köln 1995: Mozart: Violinkonzerte KV 218 und 271a, Sonate für Klavier und Violine B-Dur KV 454 1995: Violin Sonata 1997: Paganini Caprices 1997: Tchaikovsky, Conus: Violin Concertos (VÖ 2001) 2002: Pure Classics 2007: Free 2007: Virtuoso 2008: Encore 2009: The Fascination of David Garrett 2009: David Garrett 2009: Classic Romance 2010: Rock Symphonies 2011: Legacy 2012: Music 2013: 14 2013: Garrett vs. Paganini 2014: Caprice

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